DAS MODELL

Was Ihnen keiner meldet.

Zwischen Ihren Fachbereichen geht Leistung verloren, die niemand misst – und niemand Ihnen meldet.

Die drei Fragen ↓

Eine Schlüsselstelle ist seit Monaten offen.
Der Funnel zeigt Aktivität, Gespräche laufen – besetzt ist sie nicht.
Auf Nachfrage hören Sie: „Es gibt keine Leute.“

Im selben Haus macht die Produktion den Einkauf für späte Termine verantwortlich. Der Einkauf telefoniert Lieferanten hinterher – konnte aber erst bestellen, als die Konstruktion endlich lieferte. Und die wartete auf eine Klärung, die ganz woanders hing.

Zwei Bereiche, dasselbe Muster: Der Lärm ist immer am Ende der Kette. Die Ursache sitzt weiter vorn – dort, wo es still bleibt.

Was ein Bereich nicht leistet, verschwindet nicht – die anderen fangen es auf, ob sie wollen oder nicht. Es heißt dann kollegiale Hilfe. In Wahrheit ist es Mehrarbeit, die niemand misst, aber alle kostet.

An dieser Aufgabe können Sie scheitern, ohne dass es Ihnen je einer sagt – jede Notlösung frisst die Kraft, die der nächste Auftrag braucht.

Ein Gefühl haben Sie dafür. Ein Mittel nicht.

Das Gefühl aus dem ersten Abschnitt ist nicht diffus. Es ist die erste von drei Fragen, die Sie ohnehin an alles stellen, was Ihnen gehört – an jede Maschine, jede Anlage, jede Investition: Läuft sie? Lohnt sie sich? Hält sie? Greifen Sie sich einen Fachbereich heraus und stellen Sie ihm genau diese drei Fragen.

Drei Fragen. Drei Indikatoren.

Für jeden Fachbereich. In zwei Sekunden ablesbar.

Eine Kachel je Fachbereich

Ein Indikator pro Frage.

Rot: greifen Sie ein.

1
ORGANISATIONSBEITRAG

Versorger oder Engpass für die anderen Bereiche?

Macht dieser Bereich den anderen die Arbeit leichter – oder schwerer? Erfüllt er die Verantwortung nicht, für die er im Unternehmen aufgebaut wurde, verschwindet die Lücke nicht: Ein anderer Bereich fängt sie auf, ungemessen.

2
WETTBEWERBSFÄHIGKEIT

Vorteil oder Nachteil im Make-or-Buy?

Ist Ihnen der Bereich das wert, was er kostet – oder wäre der Markt günstiger? Wo die Antwort Nein lautet, zahlen Sie für etwas, das Sie außer Haus besser bekämen.

3
ZUKUNFTSFÄHIGKEIT

Heute und künftig: auf Kurs oder im Driften?

Trägt dieser Bereich Sie auch in fünf Jahren noch? Ein Bereich kann heute liefern und doch die Substanz verlieren – Schlüsselpersonen, Wissen, Marktpassung – ohne dass es im Tagesgeschäft auffällt.

Dieselben drei Fragen, Bereich für Bereich. Zusammen beantworten sie für jeden eine einzige: Verdient dieser Fachbereich seine Existenz – so, wie er heute liefert?

Warum nur Sie das regeln können

Wird ein Fachbereich der Verantwortung gerecht, für die es ihn gibt? Verdient er damit seine Existenz – und was tun Sie, wenn nicht? Diese Frage kann Ihnen niemand abnehmen.

Jeder Bereichsleiter optimiert, was er verantwortet – seinen Bereich. Richtig so. Nur ergeben lauter lokale Bestleistungen kein bestes Ganzes: Wo niemand über alle Bereiche hinweg steuert, wackelt am Ende der Schwanz mit dem Hund.

Und korrigieren lässt sich das untereinander nicht: Greift ein Bereichsleiter dem anderen in den Bereich, begeht er einen Übergriff – und beendet die Augenhöhe.

Damit Arbeitsteilung auf Augenhöhe überhaupt trägt, braucht es genau einen darüber, der eingreift, wo zwei es nicht klären können.

Das sind Sie.

Bisher fehlte Ihnen dafür das Mittel. Ein Verdacht ist kein Argument: Sie spüren, dass ein Bereich klemmt – doch im Gespräch erklärt Ihnen sein Leiter, warum alles in Ordnung ist. Gegen seine Erklärung steht nur Ihr Gefühl, und das Gefühl verliert. Was Ihnen fehlt, ist eine Zahl, die nicht zurückredet.

Die liefert das Modell. Weil nur Sie bereichsübergreifende Macht haben, können nur Sie die vereinbarte Verantwortung einfordern – und nur Ihre Messung zählt. Wer sich selbst misst, misst sich gesund. Abgeben dürfen Sie die Aufgabe nicht, sonst gerät die Augenhöhe in Schieflage.

In zwei Sekunden sehen Sie, ob ein Bereich liefert. Ist alles grün, müssen Sie nichts tun. Müssen Sie eingreifen, liefert das Modell die Zahlen dazu – aus dem laufenden Betrieb, keine Meinung. Ein Werkzeug für die eine Aufgabe, die nur Sie haben.

→ Warum es immer wieder die Feuerwehr braucht – obwohl jeder Bereich liefert

Wo das Modell steht

Das ist kein neues System neben Lean. Lean und ähnliche Methoden führen die Fachkräfte, die die Arbeit in einem Bereich tun – sie sind der Maschinenraum. Das Modell setzt eine Ebene höher an: bei den Führungskräften und dem, was ihre Bereiche einander übergeben. Es misst nicht den Prozess, sondern die Übergabe.

Gemessen wird beim Empfänger, und das aus einem Grund: Dort entsteht Schattenarbeit, sobald ein Bereich seiner Verantwortung nicht gerecht wird und ein anderer es auffängt – aus Kollegialität oder aus Angst, selbst die Kontrolle zu verlieren. Wer die Folge dort misst, misst zugleich ihr Gewicht – Sie sehen nicht nur, dass etwas klemmt, sondern wie schwer. Grün heißt dann grün, nicht grün gemeldet.

Ersetzen müssen Sie nichts; was in Ihren Bereichen läuft, bleibt, wie es ist. Den Auslöser liefert die im Rollenmodell vereinbarte Verantwortung selbst: ein Ereignis, das zeigt, ob ein Bereich sie erfüllt – meist eines aus den Systemen, die Sie ohnehin betreiben. So entsteht der Überblick, Bereich für Bereich. Die einzige Voraussetzung ist Klarheit über die Verantwortung – und schon die beendet einen Teil der Unschärfe, in der die Mehrarbeit heute verschwindet.

Bringen Sie den Gedanken zu Ihren Leuten.

Sie führen einen Verband, gestalten eine Veranstaltung oder ein Fachmedium?
Ruediger Vogel bringt das Modell zu Ihrem Publikum – als Vortrag für Ihre Veranstaltung oder als Beitrag für Ihr Magazin.

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vogel&kollegen Signet

Sie wollen wissen, wo Ihre Fachbereiche wirklich stehen? Die Einführung übernimmt vogel&kollegen — von der ersten Frage bis zur verankerten Zahl.

Zur Umsetzung: vogel-kollegen.de →